Bundesverwaltung admin.ch
Eidgenössisches Departement für
auswärtige Angelegenheiten

Navigation

Hauptnavigation

Subnavigation

Weitere Informationen

Schnellsuche

Fachkontakt

Abteilung Amerikas
 pd-aam@eda.admin.ch

Sie befinden sich hier:

Bilaterale Beziehungen Schweiz - Brasilien

Nach der Entdeckung durch Pedro Alvarez Cabral im Jahr 1500 war Brasilien bis 1822 das Kernstück des portugiesischen Weltreichs. Millionen afrikanischer Sklaven arbeiteten auf den brasilianischen Zuckerplantagen. Später lockte ein Goldrausch auch Europäer an. 1808 floh der portugiesische König, von Napoleon bedroht, nach Rio de Janeiro, sein Sohn liess sich dort 1822 zum Kaiser von Brasilien krönen. Die Loslösung von Portugal und der Übergang zur Republik (1889) verliefen weitgehend friedlich. Mit dem Kaffeeboom und der anschliessenden Industrialisierung entwickelte sich São Paulo zur Metropole Südamerikas. Politisch hat sich in Brasilien nach der Militärdiktatur (1964-1985) die Demokratie konsolidiert.
Erstes Schweizer Übersee-Konsulat

Die Beziehungen der Schweiz zu Brasilien setzten bereits im frühen 19. Jahrhundert ein, als Schweizer Kaufleute Brasilien als Absatzmarkt entdeckten. 1819 wurde in Rio de Janeiro das erste schweizerische Übersee-Konsulat eröffnet. Von der Gründung der Stadt Nova Friburgo (1817) bis Mitte des 20. Jahrhunderts war Brasilien auch Ziel schweizerischer Auswanderer. 1907 eröffnete die Schweiz in Rio de Janeiro eine diplomatische Vertretung. Diese wurde 1972 in die neue Hauptstadt Brasilia verlegt. Neben der Botschaft betreibt die Schweiz in Brasilien 2 Generalkonsulate und einen "Swiss Business Hub". Sie unterstützt zudem die beiden Schweizerschulen in São Paulo und Curitiba.

Brasilien ist der wichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz in Lateinamerika. Schweizer Unternehmen beschäftigen dort über 100'000 Angestellte. 2007 wurde die gemischte Wirtschaftskommission Schweiz - Brasilien geschaffen, um den Handel und Investitionen zwischen den beiden Staaten zu fördern. 2008 haben die Schweiz und Brasilien vereinbart, eine strategische Partnerschaft zu errichten, die den Rahmen für einen vertieften politischen Dialog und eine engere Zusammenarbeit im wirtschaftlichen, rechtlichen, wissenschaftlichen und technologischen Bereich sowie in anderen Bereichen von gemeinsamem Interesse vorgibt. Heute existiert bereits eine verstärkte Zusammenarbeit im Kampf gegen Korruption, Menschen- und Drogenhandel sowie gemeinsame Wissenschaftsprojekte. Geplant sind zudem gemeinsame Entwicklungsprojekte in Drittstaaten.