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Bildung und Wissenschaft
Die Schweizer Bildung und Forschung geniesst weltweit einen guten Ruf. Um dies aufrecht zu erhalten, wird viel investiert:
- 2006 investiert die öffentliche Hand in der Schweiz für Bildungszwecke gesamthaft 26,8 Milliarden. Im internationalen Vergleich von 2005 beträgt der Anteil der Bildungsausgaben am BIP 5,7%. Das liegt über dem OECD-Durchschnitt von 5,4% und unter dem Spitzenreiter Dänemark mit 8,3% des BIP. Deutlich besser schneidet die Schweiz ab, wenn man die Ausgaben pro Einwohner betrachtet.
- Zu den öffentlichen Ausgaben für Bildung kommen private hinzu. So finanzieren die Betriebe die Berufsbildung im Jahr 2005 mit 2,6 Milliarden.
- Die internationale PISA-Erhebung, die 2006 stattfand, hat gezeigt, dass die 15-Jährigen in der Schweiz gute Ergebnisse in allen Testbereichen (Naturwissenschaften, Mathematik und Lesen) erzielt haben. Darüber hinaus liegen die Ergebnisse über dem OECD-Durchschnitt.
- Der Bologna-Prozess hat die Hochschullandschaft grundlegend verändert. Er bedeutet, dass zwei neue Studiengänge den langen ersten Studiengang bis zum Lizentiat oder Diplom ersetzen: der Bachelor-Studiengang (Regeldauer 3 Jahre) und der darauf aufbauende Master-Studiengang (Dauer: 1–2 Jahre).
- Bei den Forschungs- und Entwicklungs-(F+E-)Ausgaben pro Kopf der Bevölkerung (kaufkraftbereinigt) erreicht die Schweiz 2004 einen Spitzenplatz unter den OECD-Ländern: Mehr geben nur Schweden, Luxemburg, Finnland und die USA aus. Die gesamten Ausgaben für F+E sind in der Schweiz von 8,3 Milliarden Franken im Jahr 1989 auf 13,1 Milliarden Franken im Jahr 2004 gestiegen.
- In der F+E der Privatwirtschaft arbeiteten 2004 in der Schweiz gut 33 085 Personen (Vollzeitäquivalente). Die Privatwirtschaft finanziert auch den grössten Teil der gesamten F+E-Aktivitäten, nämlich 69,7%. F+E gibt es vor allem in den Branchen Pharma, Maschinen sowie Forschung und Entwicklung. In der Regel handelt es sich dabei um grössere Unternehmen. Am meisten gibt die Pharmabranche aus: 3,6 Milliarden Franken – mehr als die Summe der F+E-Ausgaben aller Hochschulen und Forschungsanstalten der ETH (3 Milliarden Franken).
- Patente sind ein wichtiges Mass für den Output des Wissenschafts- und Technologiesystems. Die Zahl der Patentanmeldungen in einem Land ist allerdings weniger aussagekräftig als die der sogenannten Patentfamilien; eine Familie umfasst alle Patente, die bei verschiedenen Ländern zum Schutze einer und derselben Erfindung angemeldet worden sind. Die hier vorgestellte triadische Patentfamilie umfasst Patente, die sowohl beim Europäischen Patentamt (EPA) und beim japanischen Patentamt (JPO) angemeldet als auch vom «US Patent & Trademark Office» (USPTO) erteilt worden sind. Die Schweiz ist in der triadischen Patentfamilie mit einem Anteil von 1,6% gut vertreten (2005).
Quelle:
Bundesamt für Statistik
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