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Reisehinweise Chile
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Letzte Aktualisierung: 23.03.2012 Unverändert gültig: |
Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. |
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Grundsätzliche Einschätzung
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Das Land ist grundsätzlich stabil. Verschiedene Gruppen geben ihrer Unzufriedenheit mit der Regierung auf der Strasse Ausdruck. Demonstrationen, Streiks und Strassenblockaden sind häufig und können örtliche Verkehrsbehinderungen und Verspätungen zur Folge haben. In diesem Falle müssen die Reisende sich lokal über alternative Reisemöglichkeiten erkundigen oder gegebenenfalls die Normalisierung der Lage abwarten. Planen Sie daher genügend Zeit während Ihrer Reise ein. Meiden Sie Kundgebungen jeder Art, da Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden können.
Die schweizerische Botschaft in Santiago hat bei Blockaden nur eng begrenzte - je nach Situation gar keine - Möglichkeiten zur Unterstützung der Ausreise aus den betroffenen Regionen.
Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.
Santiago: Regelmässig demonstrieren Studenten im Zentrum von Santiago. Meiden Sie Kundgebungen jeder Art, da Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden können.
XI. Region: Die Bevölkerung von Puerto Aysen und Coyhaique kämpft zurzeit gegen die Erhöhung der Lebenskosten. Im Februar und Anfang März 2012 blockierten Demonstranten die Zugangstrassen zu den Städten und zum Flughafen Balmaceda de Coyhaique mehrere Wochen lang. Die Demonstrationen dauern noch an, erneute Strassenblockaden können nicht ausgeschlossen werden. Informieren Sie sich vor Ort über die Entwicklung der Situation. Beachten Sie ebenfalls die obigen Empfehlungen.
Die Grenzgebiete zu Peru, Bolivien und Argentinien sind noch teilweise vermint - selbst in der Nähe von Touristenorten und in einigen Naturreservaten. Die Minenfelder sind in der Regel markiert. Halten Sie sich in diesen Regionen dennoch an die häufig benutzten Strassen, beachten Sie die Warnschilder und unternehmen Sie Wanderungen nur in Begleitung eines ortskundigen Führers. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei der lokalen Polizei und/oder der Bevölkerung.
Entreiss- und andere Diebstähle kommen vor. Zunehmend wird Gewalt angewendet. Beachten Sie unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen:
- In den Stadtzentren von Santiago und Valparaiso sowie nachts ist besondere Vorsicht geboten.
- Verzichten Sie vor allem nachts auf Besuche der ärmeren Wohnviertel.
- Wechseln Sie kein Geld auf der Strasse.
- Tragen Sie keinen auffälligen oder wertvollen Schmuck.
Der Strassenzustand der Hauptverkehrsachsen kann als gut bezeichnet werden. Abseits der Hauptachsen sind jedoch viele Strassen nicht asphaltiert oder in schlechtem Zustand. Unterschätzen Sie bei der Routenplanung die grossen Distanzen nicht. Führen Sie vor allem in den Wüstengebieten einen ausreichenden Vorrat an Wasser, Nahrungsmitteln und Treibstoff mit.
Die Beleidigung höherer Staatsbehörden gilt als Verstoss gegen das Gesetz über innere Sicherheit. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden mit Haftstrafen bis zu 20 Jahren geahndet (die Strafverfahren sind langwierig).
Chile liegt in einem Erdbebengebiet und zählt etwa 80 aktive Vulkane. Erdbeben können neben Verwüstungen auf dem Land auch Tsunami auslösen.
Beachten Sie auch die Warnungen und Instruktionen der Behörden, z.B. Absperrungen um aktive Vulkane und Evakuationsbefehle. Unternehmen Sie Berg- und Vulkanbesteigungen nur mit ortskundigen Führern und guter Ausrüstung.
Oficina Nacional de Emergencia del Ministerio del Interior ONEMI
Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die schweizerische Botschaft in Santiago.
Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Neben anderen Krankheiten kommt das lebensgefährliche Hanta-Virus im Süden des Landes in unhygienischen Verhältnissen vor. Im Altiplano sollten die Symptome der Höhenkrankheit nicht unterschätzt werden.
Notruf Polizei: 133
Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung wenden.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausschluss der Haftung
Beachten Sie auch die zusätzlichen, allgemein gültigen Reise-Informationen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.


